Sonnenzyklus

Sonnenzyklus

Der 11-jährige Sonnenfleckenzyklus ist für den Amateurfunk von zentraler Bedeutung, da die Sonne die „Batterie“ für unsere Fernverbindungen (DX) ist. ☀️
Vereinfacht gesagt: Die UV-Strahlung der Sonne ionisiert die Erdatmosphäre und erschafft die Ionosphäre. Diese Schichten wirken wie ein Spiegel für Funkwellen im Kurzwellenbereich. Je aktiver die Sonne ist (viele Sonnenflecken), desto dichter ist die Ionisation und desto besser werden Signale reflektiert, anstatt ins Weltall zu entweichen. 

Nachstehende Grafik zeigt den Zyklus in der Zeit zwischen 1975 bis  2025.  2025 hatten wir ein Sonnenfleckenmaximum was uns auch auf den hohen Bändern bei moderater Leistung (ca. 100W) beachtenswerte Reichweiten ermöglichte. Als Anfänger der das Glück hatte 2025 seine Lizenz zu machen konnte ich mit nur 10W Leistung bei guten Bedingungen DX-Verbindungen auf 10m von bis zu 5000 km erzielen. Später mit Klasse E und A waren dann auf den Bändern 10 bis 20 m DXe bis AUstralien, Solomon Island möglich und gleich mehrfach Gespräche mit Brasilien, Argentinien oder Japan.
Die Prognose nachstehender Grafik zeigt, dass das nächste Sonnenfleckenmaximum erst um  2036 erreicht wird und dies voraussichtlich mit 185 sfu schwächer sein wird als das um 2025. 

Wir müssen uns also speziell auf den höheren Bändern auf geringere Recihweiten einstellen. Diese können von durchschnittlich 10.000 - 15.000 km unter günstigen Bedingungen auf wenige 100 bis 1000 km sinken. Also freuen wir uns noch die Jahre, in denen die Zahl der Sonnenflecken zwar abnimmt, aber immer noch gute DX-Verbindungen zustande kommen. 
2035 durchlaufen wir dann die Talsole und es geht langsam (ich betone langsam) wieder bergauf. 

Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung lohnt es sich ggf. noch einmal seine persönliche Einstellung zum Thema Digitalfunk zu überdenken. Auch wenn die Betriebsart anders ist als SSB oder CW bleibt doch viel Spielraum für den experimentellen Bereich des Amateurfunks und die Völkerverständigung.