Die Antenne macht den Unterschied

Die Antenne macht den Unterschied

Als Neuling im Amateurfunk muss man seine eigenen Erfahrungen machen.
Es gibt vieles zu Bedenken und natürlich muss man sich erst einmal mit dem Funkgerät an sich auseinander setzen. Welches Gerät entspricht meinen Vorlieben. Dabei sind Bandabdeckung ebenso zu berücksichtigen wie die Sendeleistung.
Es gibt Multibandgeräte die zwar den Begriff verdienen weil sie mehrere Bänder - meis 2 m und 70 cm  - also den VHF-Bereich abdecken und dann gibt es ein paar wenige Geräte, die sehr viel mehr Bänder abdecken. 
Daher habe ich mich - auf Empfehlung eines alten Hasen - für das Yaesu FT991a entschieden. Ein bewährtes und gleichzeitig modernes Gerät, das FM, SSB, CW, C4FM ... unterstützt. Ein Gerät, das sich hinsichtlich des Displays individuell an die Wünsche und Bedürfnisse des OM anpassen läss  wie z.B. Spektrum- oder Wasserfalldiagramm, Display-Helligkeit, Farbgebung und vieles mehr.  Mit einer max. Sendeleistung von 50 Watt im VHF-Bereich und 100 W auf Kurzwelle hat sich das Gerät eine große Fangemeinde erarbeitet. Ganz nebenbei liegt es preislich eher in der unteren Preisklasse. Mit der ARS (Automatic-Repeater-Shift) macht es den Einstieg für Funkneulinge besonders einfach, denn hier müssen in der Regel, bis auf wenige Ausnahmen bei denen noch ein Subton gespeichert werden muss, die Ablage nicht separat eingegeben und gespeichert werden. 

Man kann über den Transceiver sicher Bücher schreiben wenn man das entsprechende Wissen dazu hat. Am Ende des Tages bzw. des QSOs entscheiden jedoch die Antenne, deren Position (Höhe), Polarisation darüber wen und was man empängt und von wem man gehört wird. Auch hier gibt es Breitbandantennen die angeblich auf allen Bändern funktionieren.  Das dem nicht so ist wird jeder am eigenen Leib erfahren, der sich auf eine solche Antenne einlässt. 

Viele Funkamateuere haben entweder das Problem, dass sie ggf. einen Nachbarn haben, der vorgibt Angst vor der elektromagnetischen Strahlung zu haben und dabei vergisst, dass er selbst den halben Tag mit dem Smartphone am Ohr und EarBuds (natürlich Funk!!) durch die Gegend läuft.
Diesen Nachbarn fällt es vielleicht gar nicht auf, wenn Sie plötzlich eine Antenne auf dem Dach haben, die das äußere Erscheinungsbild einer alten TV-Antenne hat (siehe nebenstehende  X-Quad-Antenne).  Auch eine 2m Yagi-Beam geht gefühlt für diesen Nachbarn noch als TV-Antenne durch. Und für solche Bedenkenträger sind TV-Antennen als reine Empfangsantennen unbedenklich.
Taucht natürlich plötzlich in Ihrem Garten oder auf dem Balkon ein Funkmast - wie auf nebenstehendem Bild auf - dann kann das bei "Aluhutträgern" seriöse Angstzustände auslösen. 

In meiner kurzen Zeit als Amateurfunker (das sind nun gerade mal 14 Monate) habe ich selbst zunächst eine Diamond x50NA und deine Diamond BB-6WS unter dem Dach angebracht, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht auf das Dach kann. Im Ergebnis hat die Diamond X50NA im Sendebetrieb auf  2m den Radioempfang mehrerer Digitalradios im Haus komplett abgebrochen. Ansonsten war ich mit der Reichweite (etwas über 100 km) zunächst zufrieden. Im 10m und 15 m-Bereich konnte ich das bei Verwendung der Diamond BB6WS nicht behaupten.
Viele Stationen waren in einem Grundrauschen mehr oder weniger zu erahnen aber nicht zu verstehen. Und das kann nicht immer nur an den sendenden Stationen liegen. Nun haben mir viele Funkamateure gesagt, dass die Antenne unter dem Dach nicht optimal ist und dies obwohl das Dach nicht isoliert ist und es keine wärmedämmende Aluminiumschicht gab, die das Senden und Empfangen gestört hätte. 

Egal, ich habe mir dann eine Mastverlängerung für den Mast der Satellitenschüssel besorgt und konnte die kleine VHF-Antenne aufs Dach montieren ohne selbst aufs Dach zu müssen. Da mussten eben ein paar Ziegel abgedeckt werden. Von Stund an war meine Sendeleistung besser, die Modulation wurde besser beurteilt und die Störungen der Radios beim Senden auf 2 m waren verschwunden. 

Ein paar Tage später wurde dann anstelle der Diamond BB-6WS Drahtantenne unterm Dach eine GPM-1500 Vertikalantenne auf 4 m Mast aufs Dach montiert. Auch das war durch die Dachluke zu bewerkstelligen. Im Ergebnis habe ich noch am selben Tag mit einer Station in Italien (Distanz 1148 km) gesprochen. An den Folgetagen kamen QSOs mit Österreich, Schweden, Russland, Ungarn, Wales und England, Spanien sowie dem Libanon zustande wobei mein Raport meist bei 59 oder besser lag. 
Wohl gemerkt, am Gerät (FT991a) hat sich nichts geändert. Lediglich die Höhe der Antenne war gut 3 m höher und es wurde ein Vertikalstrahler verwendet.  
Daher der Titel "Die Antenne macht den Unterschied".
Im Bereich 80 m habe ich keinen großen Unterschied feststellen können. Das liegt aber sicher auch daran, dass solche Antennen eben immer einen Kompromiss darstellen. Auf 20 m und 40 m scheint diese Antenne noch sehr gut zu arbeiten, denn auch hier habe ich einen besseren Empfang. 
Inzwischen habe ich auf Klasse A aufgestockt. Seit 02.09.2025 habe ich das Rufzeichen  DB2SD und es stehen mir - zumindest theoretisch -weitere Bänder und mehr Sendeleistung zu Verfügung.
An der Sendeleistung habe ich nicht "geschraubt". Da meine Antenne auf 40m und den anderen niederen Bändern die für diese Bänder falsche Polarisation hat, habe ich also lediglich den Vorteil weiterer Bänder (in meinem Fall 12m, 17m und 20m) als nutzbare Bänder für mich entdeckt.
Nachstehende Übersicht veranschaulicht, was der Titel dieses Beitrages aussagt.


Anmerkung: Dieses Bild wird automatisch aktualisiert.
Es stellt nicht automatisch die Länder meiner erfolgreichen QSOs dar, da würde es noch einige mehr geben. Es sind lediglich die Länder, aus denen sich OMs - vermutlich nach oder während eines QSOs - bei QRZ.com über mich informiert bzw. mein Profil besucht haben.