Bluthochdruck
Volkskrankheit Nr. 1

Eigener Erfahrungsbericht:
Als man bei mir den hohen Blutdruck feststelle, lag dieser bei 210/150.
Gemessen mit einem als ungenau geltenden Handgelenk-Blutdruckmessgerät, bestätigt im Krankenhaus.
Eines war klar, es musste was geschehen.

Mit knapp 1,70 m Größe, einem Beruf, bei dem sich Stress nicht vermeiden lässt, der 8 Stundenarbeitstag auch eher die Ausnahme als die Regel ist und einem Kampfgewicht von 82 kg in Verbindung mit regelmäßigem (nicht übermäßigen oder exzessiven Alkoholgenus) fehlt eigentlich nur noch das Rauchen um alle Klischees für den typischen Bluthochdruckpatienten zu erfüllen, die es gibt.

Rauchen schied für mich als einziges Risiko aus. Sport? Naja -sporadisch. Immer dann wenn man gerade mal wieder den Pfunden den Kampf angesagt hat.

Sofortmaßnahme:
Natürlich hat die Schulmedizin die Möglichkeit, als Sofortmaßnahme den Blutdruck runterzuspritzen und dann gibt es eine Menge pharmazeutischer Erzeugnisse die man für den Rest seines Lebens schlucken kann um den Blutdruck unter Kontrolle zu halten.

Wichtig ist jedoch, zu allererst einmal der Ursache auf den Grund zu gehen. Liegt eine medizinisch erkennbare Erkrankung vor (Vorsicht. hoher Blutdruck ist nicht die Ursache sondern die Auswirkung!), muss diese natürlich behandelt werden. Hierzu gibt es sicherlich gute Ärzte die das Übel an der Wurzel packen und beseitigen können.

Es gibt aber immer mehr Fälle, in denen die Schulmedizin am Ende ist.
Natürlich bekommt man richtige und wertvolle Tipps wie:

  • natriumarm würzen und essen

  • abnehmen

  • weniger Alkohol

  • weniger Nikotin

  • weniger Stress

  • mehr Sport (aber die richtige Sportart wie Ausdauersport)

Dazu kommen die Pillen und gelegentliche Überprüfungstermine.

Medikamente belasten natürlich die Niere. Aber dafür gibt es wieder ein Medikament (dass nur dummerweise die Niere ebenso belastet, aber die Symptome maskiert)

'Sie sind völlig gesund, Sie haben lediglich hohen Blutdruck'.
Mit dieser Diagnose und einem charmanten Lächeln wurden mir gleich mehrfach von allen an der Diagnostik beteiligten Fachärzte Rezepte ausgestellt und ich wurde mit den besten Genesungswünschen entlassen.
Kein Diätplan, kein Nachsorgetermin, nichts ...

Mein Blutdruck regulierte sich durch die Einnahme von Medikamenten auf einen Wert zwischen140/90 auch mal 130/85. Schluss aus FERTIG.

Und das machst' e jetzt noch 35 Jahre lang?
Die Nebenwirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Wie ich heute weiß, waren díe Schmerzen in linken Arm (Ellenbogen) kein Hinweis auf einen drohenden Herzinfarkt sondern Schmerzen des Lebermeridians. Ist ja auch klar, die Medikamente fordern ihren Tribut.

Die Schulmedizin laborierte darauf angesprochen mit der Höhe der Dosis herum (was dann den Blutdruck wieder in Höhe trieb).

Aufgrund meiner beruflichen Ausbildung bin ich eher der naturwissenschaftlich orientierte Typ. Dinge wie Naturheilverfahren, Heilpraktiker etc. muteten mir wie ein Paralleluniversum und Scharlatanerie (Wahrsagerei) an.

Das bestehende Problem war jedoch, dass mir in der Theorie jeder Arzt erklären konnte, was da passiert und warum mein Körper bzw. der Blutdruck darauf so reagiert. Soweit so gut, aber das war eben nur die Theorie. In der Praxis -  also tatsächlich nachvollziehbar und greifbar - konnte mir niemand helfen. Ich gehe einmal davon aus, dass es niemand konnte, denn was wäre denn, wenn man gekonnt hätte aber nicht wollte? Darüber möchte ich weiter gar nicht nachdenken.

'Wenn die Kuh alt wird, wird sie fromm'
Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch. Und so geschah es dann auch, dass ich - nach wie vor skeptisch - auf den Rat meines besten Freundes hörte und zu seiner Heilpraktikerin ging.
Das was ich dort zu hören bekam war eigentlich dazu dienlich, meine Bedenken zu bestätigen und auf dem Absatz kehrt zu machen.

Hokuspokus, Scharlatanerie, Kartentricks und Glaskugellesen waren meine Eindrücke. Ergebnisse die ausgependelt und durch eine mentale Verbindung überprüft werden.
Hey, wo hat mich mein Kumpel denn da hingeschickt? Der ganze Zirkus kostet dann auch noch knappe 100,00 € (Erstbefragung) und später pro Sitzung 40,00 €.
Die Tatsache, dass ich weiß, was die Folgebehandlungen kosten zeigt, dass ich trotz meiner Skepsis dem "Hokuspokus" eine Chance gegeben habe. Schließlich hatte ich nichts zu verlieren. Tabletten schlucken kann ich schließlich noch mein ganzes Leben lang.
Wer aufmerksam gelesen hat, hat festgestellt, dass ich in diesen Absatz "Hokuspokus" in Anführungszeichen gesetzt habe, denn wer heilt hat Recht!
Inzwischen bin ich so weit, dass ich die Vertreter der Heilberuf in Heiltheoretiker und Heilpraktiker unterscheide. Die Theoretiker nennen sich Ärzte, die Praktiker haben an ihrer Berufsbezeichnung festgehalten und stellen das täglich unter Beweis.

Ich wurde untersucht und beraten. Im Ergebnis habe ich in den zurückliegenden 1 1/2 Jahren auf die Einnahme pharmazeutischer Produkte, trotz meines hohen Blutdrucks, verzichtet. Stattdessen habe ich asiatische Heilpilze und verschiedene homöopathische Mittel eingenommen. Natürlich habe ich all die Aussagen von Kritikern der Homöopathie zu hören bekommen. Die Nummer mit der Einbildung, den Vergleich mit dem Stück Würfelzucker im Atlantik und vieles mehr.
Inzwischen ist es mir aber egal, ob ich aufgrund meiner Einbildung oder Vorstellungskraft ohne Nebenwirkungen genese oder was der Grund ist. Mir ist es egal, ob ich hierzu an Pfingsten 3 Stubenkücken schlachten und auf den First meiner Gartenhütte lagen muss und dabei an ein Nilpferd denken muss oder ob mir ein Arzt hilf. Ich möchte lediglich geholfen bekommen und das möglichst ohne mich mit der Beseitigung des einen Symptoms langfristig zu vergiften.

Wenn ein Arzt dazu in der Lage ist, mir das gleiche Gefühl zu vermitteln, dass aufgrund dessen die Einnahme von Placebos den Blutdruck senkt, dann ist das für mich ok. Nur leider hat das keiner geschafft. Theoretiker eben. Der Praktiker dagegen hat in meinem Fall bewiesen, dass er mir helfen kann.
18 Monate lang nahm ich homöopathische Mittel und habe einen stabilen und guten Blutdruck zwischen 130/80 und 140/85. Die Beschwerden, die es mit Chemiekeule aus der Apotheke gab, habe ich seitdem nicht mehr.

'Was lange währt, wird endlich gut'
Mit der bisherigen Schilderung bin ich noch nicht am Ende meiner Bluthochdruckgeschichte, sondern eigentlich erst am Anfang. Nachdem mein Blutdruck inzwischen als stabil bezeichnet werden kann, habe ich den nächsten Schritt unternommen. Nämlich mit professioneller Hilfe eine Ernährungsumstellung begonnen. Das Ziel hierbei ist es gesund zu werden. Positiver Nebeneffekt ist die Gewichtsabnahme ohne zu hungern. Von Diäten halte ich nichts, da diese immer zeitlich begrenzt sind, den Jojo-Effekt haben und auf eine Gewichtsreduktion abzielen.

'Wenn Sie nicht abnehmen ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, dass Sie gesund sind.'
Diese Aussage habe ich noch in den Ohren. So endete die Vorstellung des Programms zur Ernährungsumstellung, das ich, während ich diesen Beitrag schrieb, sechs Wochen machte (inzwischen sind es 30 Monate). Metabolic Balance ist nicht neu, aber noch relativ unbekannt. Ich habe damit und mit dem gänzlichen Verzicht auf Alkohol in 6 Wochen 8 kg  und in 10 Monaten 16 kg abgenommen und - was eine bekannte Nebenwirkung von Metabolic Balance ist - einen Blutdruck von 120/75 und zwar ohne Tabletten oder homöopathische Mittel.
Natürlich ist Metabolic Balance eine komplette und dauerhafte Ernährungsumstellung. Es ist jedoch eine Methode, bei der man nur auf wenig verzichten muss und keinen Hunger schiebt.

Nun liegt es ja in unserer Natur, dass wir genießen und schlemmen möchten und wenn es zwickt, drückt oder kneift, dann gehen wir zum Arzt oder Apotheker und werfen ein Mittelchen ein. Dann ist alles wieder in Ordnung. Das macht der Körper aber nur äußerlich und auch nur eine bestimmte Zeit lange mit. Danach reagiert er auf seine eigene Weise.

Wer also Wert darauf legt, wirklich gesund zu leben, dem helfen keine Hauruckmittel im Kampf gegen die im laufe vieler Jahre erworbenen Pfunde sondern nur eine konsequente Umstellung der Ernährung.

Hierbei ist es wichtig was ich esse, wie viel ich davon esse und die richtige Reihenfolge. Außerdem muss ein individuelles Programm erstellt werden. Wer sich dann an diesen Plan hält (keine Angst, man darf auch mal "Sündigen") wird dauerhaft nicht nur überflüssige Pfunde sondern eben auch seinen hohen Blutdruck los.

Wichtig ist es aber, zu allererst ernsthafte Erkrankungen durch den Arzt überprüfen zu lassen um diese sicher ausschließen zu können.
Die Naturheilverfahren und Ernährungsumstellung bieten sanfte Möglichkeiten gesund zu werden und gesund zu bleiben. Nur eines geht hierbei nicht, diese Methoden sind nicht dazu geeignet die Sünden von 10, 20 oder 30 Jahren mit einem Schlag zu eliminieren.

Wer das erwartet, muss Pillen schlucken und dabei wissen, dass er zwar den Blutdruck damit senkt, die Ursachen dafür jedoch nicht beseitigt hat.

'Jeder ist seines Glückes Schmied'
Wir entscheiden also ein Stück weit selbst, ob wir

  • mit etwas mehr Ruhe, Gelassenheit, Bewegung und Entspannung

  • etwas weniger Alkohol

  • einer bewussten Ernährung

Spaß am Leben oder Kummer im OP-Saal haben.
 
Regionale Spezialisten die mir geholfen haben:
 
Heilpraktikerin:
Britta Kühn
Bensheim

Heilpraktikerin:
Susanne Wernz
Lorsch